Wo ist die Zeit geblieben?

1. März 2012 1. März 2012
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Selbst in der Penne geht es härter zu als in vergangener Zeit. Der Druck, der auf den Studenten lastet, ist enorm. Wir wissen, dass wenn man sich nicht von Anfang an ins Zeug legt es enorm mühselig wird, nachher in dieser leistungsorientierten Gesellschaft zu bestehen. Bereits im Grundschulalter werden sehr positive Ergebnisse erwartet, damit das Kind zum Gymnasium gehen kann. Und wer den Sprung aufs Gymnasium nicht erfolgreich geschafft hat, der hat fast keine Chance mehr darauffolgend ein Hochschulstudium zu starten. Und wer nicht zum Studium geht, der wird beim Einstieg in die Arbeitswelt gleich weniger verdienen. Das zieht sich durch das gesamte Leben hin bis logischerweise zur kleinen Pension, die kaum mehr als Hartz IV heißt. Soll dieser Lebenslauf schon in der Grundschule entschieden werden? Unser Nachwuchs sollte doch im Prinzip Kinder sein und die die Leistungen im Job einfordern müssen beizeiten diese auch fördern.

Führt man sich die genauer zu Gemüt, so wird man zügig sehen, dass an dieser Stelle etwas schief läuft in diesem Land. Aus welchem Grund geben wir nicht allen Menschen ein Mindestgehalt und lassen ihn machen wie er möchte. Für jedes Mehr, was man fürs Existieren haben möchte, muss man arbeiten gehen. Für die, denen das reicht, steht mehr Ferien zur Verfügung.

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Vom Studium zur eigenen Kanzlei

29. April 2010 29. April 2010
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Für fast jeden Jurastudenten ist es der Traum irgendwann einmal eine eigene Kanzlei zu haben. Dieses Vorhaben habe ich vor 2 Jahren angegangen und ich stecke immer noch drin.

Schon im Laufe des Studiums und während meiner Praktikas war mir klar, dass ich ungern in einem Angestelltenverhältnis arbeiten möchte. Mein Ziel war es also schon nach ungefähr 5 Semestern alles zu tun, um nach dem 2. Staatsexamen Chef in meiner eigenen Kanzlei zu sein.
Der Wunsch konkretisierte sich, als ich während meiner Referendarzeit in einer Kanzlei arbeitete, deren Rechtsanwalt kurz vor seinem wohlverdienten „Ruhestand“ stand. Wir beschlossen also einen Kompromiss, der beiden Seiten Vorteile versprach. Ich arbeitete neben meinem Referendariat in seiner Kanzlei und lernte die praktische Juristerei, die Rechtsberatung. Zudem stellte er mir in Aussicht, dass wenn ich das 2. Staatsexamen mit Prädikat abschließen würde, würde er mir die Kanzlei übergeben. Natürlich nicht einfach so und umsonst, aber doch zu sehr großzügigen Konditionen.

So, und nun ist es soweit. Vor Kurzem habe ich das 2. juristische Staatsexamen mit einem Notendurchschnitt von 10,2 abgeschlossen. Weit besser als ich erhofft hatte. Denn ich hatte zeitweise die Praxis in Sachen Recht weit mehr in den Mittelpunkt gerückt, als die Theorie. Und so darf ich mich seit knapp 2 Wochen “Rechtsanwalt” nennen. Gleichzeitig wurde ich Junior-Partner in der Kanzlei. Mein Partner übergibt mir nach und nach seine Mandate.

Seit dem ich Anwalt bin und Verantwortung für die rechtlichen Angelegenheiten meiner Mandanten trage habe ich das Gefühl sehr nahe am Ziel zu sein, was meine beruflichen Ziele betrifft. Hier kann ich mich verwirklichen und meinen Mandanten helfen. In den nächsten Beiträgen soll es noch mehr um meine Arbeit gehen und um den Weg, wie ich es vom Studium bis hier her geschafft habe.

Weitere Blogs zum Thema Recht: http://anwaeltin.vox.com/